Arbeitswelt im Wandel – Arbeit 4.0

Arbeit 4.0 – Das halten die Deutschen von der Digitalisierung am Arbeitsplatz

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Die zunehmende Digitalisierung verändert Prozesse, Produkte, Dienstleistungen und die Art und Weise, wie wir arbeiten. Kaum eine Branche ist von dieser Entwicklung ausgeschlossen. Medien und Politik sprechen von „New Work“, Arbeit 4.0oder Industrie 4.0. Entsprechend hat sich auch der Arbeitsmarkt verändert. Die zukünftigen Berufe erfordern immer bessere digitale Fähigkeiten. Stellenanzeigen werben mit flexiblen Arbeitsmodellen. Die Branche für digitale Weiterbildung boomt.

Und diese Entwicklungen sind spürbar: Fast die Hälfte der Deutschen (44%) hat in den letzten fünf Jahren eine starke Veränderung ihres Arbeitsplatzes durch die Digitalisierung wahrgenommen.

Wie bewerten die Bundesbürger diesen Wandel? Welche Befürchtungen haben sie? Welchen Entwicklungen stehen sie positiv gegenüber? Civey hat über 80.000 Bundesbürger zur Digitalisierung am Arbeitsplatz befragt.

Mehr als die Hälfte der Deutschen hat keine Angst vor der Digitalisierung

Insgesamt scheinen die Deutschen der Digitalisierung am Arbeitsplatz eher positiv gegenüber zu stehen. Die Hälfte der Bundesbürger (51,1%) findet, dass digitale Technologien in ihrem beruflichen Alltag mehr Anwendung finden sollten. Knapp zwei Drittel (63,2%) wären sogar bereit, sich auch in ihrer Freizeit stetig weiterzubilden, um sich auf die Digitalisierung ihres Arbeitsplatzes vorzubereiten. Der überwiegende Teil der Deutschen (73%) hat keine Angst davor, dass die zunehmende Digitalisierung ihren Arbeitsplatz gefährden könnte.

Die meisten Deutschen befürchten höhere Arbeitsbelastung bei ungleichen Einkommen

Die Tatsache, dass die Deutschen keine Angst haben, durch die Digitalisierung arbeitslos zu werden, bedeutet allerdings nicht, dass sie keine negativen Auswirkungen durch den digitalen Wandel befürchten. 44,9 Prozent der Bundesbürger glauben, dass die Arbeitsbelastung der Beschäftigten durch die digitale Transformation steigen wird. Nur etwa ein Viertel (24,3%) erwartet eine Senkung der Belastung am Arbeitsplatz.

Neben der Befürchtung der steigenden Arbeitsbelastung, geht fast die Hälfte der Bundesbürger (46,5%) davon aus, dass die Digitalisierung die Ungleichheit bei den Einkommen in Deutschland verstärken wird.

Vor allem die Jungen sehen Vorteile in der Digitalisierung

Gleichzeitig sehen die Deutschen klare Vorteile im digitalen Wandel des Arbeitsmarktes. Lediglich ein Fünftel (21,1%) gibt an, gar keine positiven Auswirkungen der Digitalisierung auf ihre Arbeit zu sehen. Insbesondere die „räumliche Flexibilität“ (25,7%) wurde als positive Folge des digitalen Wandels der Arbeitswelt genannt. Noch wichtiger als dem Durschnitt ist diese Entwicklung den jungen Deutschen: über ein Drittel der 18 bis 39-Jährigen (34,8%) sieht den größten Vorteil der Digitalisierung in der räumlichen Ungebundenheit.

Mehr als die Hälfte der Deutschen sieht außerdem einen Vorteil für ihr Familienleben. 50,3 Prozent glauben, dass die Digitalisierung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern werde. Auch hier sind die jungen Bundesbürger besonders positiv eingestellt. 60,8 Prozent der 18- bis 29-Jährigen erwarten, dass sich die Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben durch die Digitalisierung verbessern wird.

Redaktioneller Hinweis:

Dies ist ein Beitrag der Civey GmbH, der erstmalig auf der Website des Unternehmens veröffentlicht wurde. HIER gelangen Sie zum Originalbeitrag.

2018-10-01T09:56:54+00:00